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Eine Non-Profit Organisation will der jungen Generation Jesus näherbringen.

20.10.2022

Überraschungen sind beim größten amerikanischen TV-Ereignis des Jahres keine Seltenheit, manchmal sind es unerwartete Marken oder erstaunliche (und bisweilen auch befremdliche) Inhalte. Für den kommenden Super Bowl hat ein Teilnehmer seinen Auftritt angekündigt, der ein Novum in der bewegten Geschichte des NFL-Endspiels darstellen dürfte. Die Non-Profit Organisation The Servant Christian Foundation hat einen :60 und einen :30 Spot gebucht, um ihre Botschaft vor über 100 Mio. Zuschauern zu verbreiten.

Die beiden Spots ist Teil der Kampagne "He Gets Us", für die das bemerkenswerte Budget von $ 100 Mio. bereitsteht. In zeitgemäßer Form soll die Motiv-Reihe daran erinnern, dass Jesus zu seiner Zeit mit ähnlichen gesellschaftlichen und politischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte wie die heutigen Millennials und die Gen Z. In einem der Spots wird das Leben, das Wirken und die Überzeugung von Jesus in die Zeit der Pandemie verlagert. Ein anderes Motiv bezeichnet ihn als Influencer, dessen Meinung das Establishment störte und der zum Schweigen gebracht wurde. Mitgliedern traditioneller Kirchen und konservativen Gläubigen werden sich bei dieser Kampagne die Nackenhaare sträuben, aber wahrscheinlich erreicht die Botschaft in dieser Zeitgeist-Umsetzung ihre Zielgruppe besser. Doch wie auch immer man dazu stehen mag, die Spots sind sehens- und nachdenkenswert.

The Servant Christian Foundation legt Wert darauf, unabhängig zu sein und keiner Glaubensgemeinschaft und keiner politischen Partei nahe zu stehen oder mit ihnen verbunden zu sein. Man will die Menschen zum Nachdenken anregen, ohne missionarisch zu wirken oder jemanden zum Beitritt in irgendeine Vereinigung zu bewegen. Dabei sollen Christen besonders beim Umgang mit anderen Menschen dem Vorbild Jesus folgen. Mit dem eigenständigen Auftritt hofft die Organisation, dass Vorbehalte und negative Meinungen gegenüber den traditionellen Religionen nicht auf sie übertragen werden und dass man ihre Inspirationen unvoreingenommen aufnimmt.

Besonders ungewöhnlich ist dabei der Onlineshop, der T-Shirts, Basketball Caps und Aufkleber mit Botschaften wie "Jesus was a refugee" und "Jesus was wrongly judged" anbietet. Die Artikel sind kostenlos, als Gegenleistung schlägt der Shop unter anderem vor "Pay someone a compliment", " Welcome a stranger" oder "Forgive someone" vor.