Cadillac setzt den Start seines Formel 1 Teams mit dem Start zum Mond gleich. Und zitiert JFK.


09.02.2026

Ohne störende Bescheidenheit sieht GM den Beginn seines F1 Abenteuers als ähnlich bedeutenden Schritt wie den Flug zum Mond. Ein epochales Ereignis für die Marke und das ganze Land, für dessen Premiere es nur eine angemessene Bühne gibt: Das größte nationale Sportereignis des Jahres. Wobei der Spot dezent ausblendet, dass der Wagen im englischen Silverstone entwickelt und gebaut wurde und der Antrieb nicht etwa von GM, sondern zunächst von Ferrari stammt. Aber das sind eher marginale Details.


Die üblichen Bilder von den Vorbereitungen des Teams und dem Wagen werden von den Worten von John F. Kennedy aus dem Jahr 1962 begleitet:


"We choose to go to the moon in this decade

and do the other things not because they are easy

but because they are hard.

That goal will serve to organize and measure the

best of our energies and skills.

That challenge is one that we're willing to accept.

One we are unwilling to postpone.

and one we intend to win."


Dazu gibt es einen authentischen Dialog zwischen Apollo-Astronauten und Mission Control.


GM geht mit diesem Spot das Risiko ein, die Messlatte schon vor dem ersten Rennen am 6. März in Melbourne sehr hoch zu legen und damit sich, das Team und die beiden Fahrer Sergio Pérez und Valtteri Bottas unter Erfolgsdruck zu setzen. Immerhin haben rund ein Drittel der erwachsenen Amerikanerinnen und Amerikaner die selbstbewusste Ankündigung gesehen, die eine gewisse Erwartungshaltung bringt.


Außerdem hat der Spot dem Unternehmen eine Klage von Michael Bay gebracht. Der Hollywood-Regisseur, der bereits Spots für GM gedreht hat, wirft Team-CEO Dan Towriss vor, seine Ideen verwendet zu haben. Demnach hat Michael Bay in einer Videokonferenz die Verwendung der Rede von JFK und Aufnahmen in einer Wüste vorgeschlagen. Später ist GM dann von einer geplanten Zusammenarbeit zurückgetreten, hat die Ideen aber offenbar verwendet. Michael Bay hat nach einem Bericht der New York Times und dem Branchenportal Shoot beim Los Angeles Superior Court of California auf Schadensersatz in Höhe von $ 1,5 Mio. geklagt. Gegenüber AP räumt Cadillac die Gespräche mit Michael Bay ein, zu diesem Zeitpunkt sei das Konzept aber bereits entwickelt gewesen und man habe nur noch einen Regisseur gesucht. 


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