
Hellmann's macht in seinem ersten Teaser zwei Andeutungen für Musik-Kenner.
23.01.2026
Auch wenn die eigentlichen Super Bowl Spots im Mittelpunkt des Interesses von Zuschauerinnen und Zuschauer, Medien und fachkundigen Kommentaren in den sozialen Netzwerken stehen, haben es auch die Teaser verdient, beachtet zu werden.
Angesichts der immensen Kosten von $ 8 Mio. für 30 Sekunden versuchen mittlerweile die meisten Marken, das Momentum auf die Wochen vor dem Big Game zu erweitern. Mit kryptischen Vorabmeldungen und Teasern, die möglichst wenig verraten und dennoch neugierig machen sollen. Aktuelles Beispiel ist der heute erschienene Spot von Hellmann's. Die Marke hat beim letzten Super Bowl mit der Neuauflage einer ikonische Schlüsselszene aus dem Kultfilm "When Harry met Sally" aus dem Jahr 1989 für viel Aufmerksamkeit gesorgt. In der Originalbesetzung mit Meg Ryan und Billy Crystal, am Original-Drehort im New Yorker Feinkostladen Katz's Delicatessen und mit dem unvergessenen Satz "I'll have what she's having".
In diesem Jahr wird es offenbar musikalisch, zumindest lassen zwei unmissverständliche Andeutungen auf den prominenten Gast darauf schließen. Man muss kein Musik-Kenner sein, um bei "Meal Diamond" spontan an Neil Diamond zu denken, zumal der Teaser mit dem Anfang seiner Erfolgs-Songs "Sweet Caroline" unterlegt ist. Geheimnisvoll ist es dennoch, denn worum genau es am 8. Februar gehen wird, bleibt offen.
Bei der Kategorie der Teaser gibt es übrigens noch einen interessanten Aspekt: Das Timing. Seit Jahren diskutieren Branchenkenner darüber, wann der optimale Moment ist, die Kampagne zu starten. Kommt man sehr früh mit seiner Idee raus, hat man zwar die volle Aufmerksamkeit, aber die kann schnell verpuffen, wenn andere - und vielleicht interessantere - Teaser folgen und das Interesse auf sich ziehen. Schaltet man den Teaser zu spät, haben andere Marken bereits vorgelegt und Medien wie Konsumentinnen und Konsumenten beschäftigt. Wenn es schlecht läuft, gibt es eine gewisse inflationäre Tendenz und ein 20. Teaser findet weit weniger Beachtung.
