Wenn ein Werbespot für Meeresfrüchte zum blanken Horror wird.


07.09.2026

Vorab eine Warnung: Schauen Sie sich diese Kampagne auf keinen Fall an, wenn Sie gerne Hähnchen essen. Oder für einen Geflügelproduzenten arbeiten. Oder wenn sie gerade nachts alleine im Haus sind.


Für alle anderen liefert die kalifornische Seafood-Marke Aquamar einen beklemmenden Einblick in den surrealen Alltag einer Familie, bei der offenbar immer nur Hähnchen auf dem wenig abwechslungsreichen Speiseplan stehen. Was dazu führt, dass sie sich in einer zunehmenden Paranoia von Hähnchen verfolgt fühlt. Ein düsteres und bedrückendes Szenario, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint und das auch bei manchen Zuschauerinnen und Zuschauern einen Schauder des Entsetzens über den Rücken laufen lässt.


Letztlich nimmt die Geschichte dann doch noch ein gutes Ende, denn der Mutter fällt beim Blick in den Kühlschrank ein, dass es eine Alternative zur endlosen (und trostlosen) Hähnchen-Schleife gibt: Meeresfrüchte von Aquamar. Hinter dem gekonnt umgesetzten Alptraum steht die Kampagne "Break Free from Chickensanity” der Agentur One23West aus Vancouver. Die erkannt hat, dass die größte Herausforderung manchmal nicht die konkurrierenden Marken, sondern die Gewohnheiten der Konsumentinnen und Konsumenten sind. Die es zu durchbrechen gilt, wenn man sie für etwas Neues interessieren will. Selbst wenn man dafür zu drastischen Mitteln und schrägen Ideen greifen muss. Manchmal heiligt der Zweck eben doch die Mittel.