Es spiegelt den Zeitgeist wider, wenn AT&T seinen Beitrag zum Weltfrauentag mit Krieg verbunden hat. Mit einer Geschichtsstunde für die Generation Smartphone.


09.03.2026

Genauer gesagt, mit dem 1. Weltkrieg. Damals wurden die legendären Hello Girls nach Frankreich geschickt, um direkt hinter der Front die Telefongespräche der Armeeangehörigen von Hand zu vermitteln. Auch die Kommunikation innerhalb der American Expeditionary Forces, die entscheidende strategische Informationen übermittelt hat.


Durch ihre gute Ausbildung bei AT&T und ihre Schnelligkeit konnten sie die Zahl der täglichen Anrufe mehr als verdoppeln. Nach einer strengen Auswahl wurden 223 Hello Girls für den Fronteinsatz an 6 Standorten in den USA ausgebildet, bevor sie in Frankreich eingesetzt wurden. Während die militärischen Mitglieder des Arma Signal Corps für die Vermittlung eines Gesprächs durchschnittlich 1 Minute benötigten, schafften es die Hello Girls von AT&T in 10 Sekunden.   


Ihr Beitrag für die Armee blieben auch General John J. Pershing und Colonel Parker Hitt nicht verborgen. Sie erkannten die außergewöhnliche Leistung dieser mutigen Telefonistinnen und setzte sie bei entscheidenden Schlachten ein, bei denen sie 24 Stunden eine zuverlässige Kommunikation sicherstellten. Nach den Archiven von AT&T haben die Heldinnen der Telekommunikation bis zum Ende des 1. Weltkriegs über 25 Mio. Gespräche innerhalb Europas und 870.000 Ferngespräche vermittelt.


Was auch zum Zeitgeist gehört: Obwohl die Hello Girls den Status von Armeeangehörigen hatten, wurde sie nach dem Krieg als zivile Mitarbeiterinnen behandelt und nicht als Veteraninnen anerkannt. Erst über 50 Jahre später wurde ihr Beitrag für die U.S. Army im vergangenen März mit der Congressional Gold Medal geehrt. Eine späte Genugtuung, die nur noch 18 Hello Girls erlebt haben.