
Bei den Columbia-Härtetests kann man kaum hinschauen.
30.04.2026
Der Hersteller von Outdoor-Ausrüstung ist schon seit längerem bekannt für ausgefallene, überraschende und mitunter auch recht schräge Ideen. Da reiht sich die neueste Kampagne nahtlos ein, wenn sie über extreme Praxistests mit bedauernswerten Protagonistinnen und Protagonisten berichtet.
Ihre Faszination beziehen die Spots von adam&eve\TBWA weniger aus den Bildern, auch wenn sie zweifellos spektakulär sind. Die eigentliche Besonderheit liegt in dem trockenen, stoischen Humor der Voice-Over, der die Versuchsabläufe dokumentiert. Das beginnt gleich am Anfang mit einem Warnhinweis, der nichts Gutes erahnen lässt:
"Warning.
Do not attempt this stunt yourself.
It may result in water-filled lungs, injury and public humiliation.
And that's pretty much the best case scenario."
Der Versuchsaufbau gibt den Befürchtungen recht. Über zwei Probandinnen hängt ein riesiger Wasserballon an einem Kran, der nach Angaben des Unternehmens so viel Wasser enthält, wie normalerweise in einem ganzen Jahr an Regen fällt. Eine solche Menge bringt nicht nur Feuchtigkeit, sondern hat auch viel Kraft. So werden die Testpersonen nicht nur nass, sie werden auch von den Stühlen gerissen und über den Boden geschleudert. Was für eine Produktwerbung hart an die Grenze geht.
Der lakonische Kommentar der Voice-Over: "And they're dry. Traumatized. But dry." Falls das noch nicht als Abschlussgag reicht, fragt eine Mitarbeiterin die völlig durchnässte Probantin, ob sie ein Wasser möchte. Monty Python hätte es kaum besser machen können.
Ein zweiter Spot befasst sich mit den gegenteiligen Wettereinflüssen und testet den Schutz vor extremer Hitze. Sehr extremer Hitze.
