Kurz vor den Midterms verlost Columbia Sportswear einen Schutzbunker. Für alle Fälle.


31.10.2026

Dass die Promotion mit den Wahlen zusammenfällt, ist wohl kein Zufall. Es passt zur gedrückten Stimmung in Teilen der Bevölkerung, die angesichts der politischen und wirtschaftlichen Situation pessimistisch in die Zukunft blicken. Dazu kommen die kaum einschätzbaren Folgen von AI.


Columbia Sportswear und ihr umtriebiger CEO Tim Boyle hat schon in der Vergangenheit durch skurrile Promotion auf sich aufmerksam gemacht. So konnte man zum Beispiel (fast) das gesamte Unternehmen gewinnen, wenn man den Nachweis erbringen kann, dass die Erde eine Scheibe ist. Nach den Verschwörungsanhängern wendet sich Tim Boyle jetzt an alle Prepper, für die er einen Bunker in einem Container verlost. Frei Haus, vom Chef persönlich angeliefert. Sofern der Truck anspringt.


Mit der ihm eigenen Fähigkeit zu erfrischender Selbstironie führt der CEO durch das Innere des Bunkers zeigt stolz die Ausstattung, bei der sogar an ein Haustier gedacht wurde. Genauso wichtig wie die Behausung ist aber, dass man in der Zeit nach was auch immer überleben kann. Indem man sich tarnen, angeln, Vorräte anlegen und sich orientieren kann. Einige Fähigkeiten sind auch dann nützlich, wenn man in Outdoor-Kleidung von Columbia in der unwegsamen Natur unterwegs ist. Womit die Verbindung hergestellt wäre.


Eine Anspielung auf die Bunker, die sich die Tech-Milliardäre seit Jahren bauen lassen, hat sich förmlich angeboten. Und Tim Boyle konnte nicht widerstehen: "Because you know those tech bros already have their bunkers." Den Nutzen sieht er allerdings kritisch: "They don't have the skills to survive outdoors. Try starting a campfire with crypto or fly fishing with microchips. Good luck with that."


Tim Boyle hat die sympathische Eigenschaft, sich selber nicht zu ernst zu nehmen und für jeden Spaß gut zu sein. Etwas, das ich mir auch von anderen CEOs wünschen würde. Kompetenz demonstriert man nicht durch Humorlosigkeit.