
Sollte Werbung die Hitzewellen thematisieren? Degree Deodorant macht es und benennt New Yorker Subway-Stationen um.
31.07.2026
Einige Wissenschaftler vertreten mittlerweile den Ansatz, dass wir den Kampf gegen den Klimawandel und die Erderwärmung verloren haben. Deshalb sollten wir Strategien entwickeln, wie wir besser mit den unvermeidlichen Temperaturanstiegen leben können. Besonders in eng bebauten Metropolen, in denen die Menschen besonders unter den Hitzewellen mit immer neuen Temperatur-Rekorden leiden.
Auch im Marketing sind erste zaghafte Schritte erkennbar, die Hitze zum Thema von Kampagnen zu machen. Die zweitgrößte US-Braugruppe Molson Coors hat es unlängst mit einer pragmatischen Hilfestellung versucht, Unilever testet für sein Deodorant Degree eine lokale Promotion in New York. Genauer gesagt unter New York. In Zusammenarbeit mit dem Subway-Betreiber MTA (Metropolitan Transportation Authority) erhielten stark frequentierte Stationen für begrenzte Zeit neue Namen, die auf die Temperaturen in den unterirdischen Bahnhöfen anspielen. Dabei wurden die Namen so gewählt, dass zumindest die häufigen Nutzer dieses Verkehrsmittels erraten konnten, um welche Station es geht. So wurde West 4th Street zu “Sweat Central,” Union Square zu "Boiler Room” und Herald Square South zu “Molten Core”. Poster an den Ein- und Ausgängen und auf den Bahnsteigen verrieten, dass dahinter "The Official Deodorant of the Hottest Commutes". Das nostalgische Kachel-Design der temporären Namenstafeln wirkt so, als würden sie schon immer dazugehören.
Laut Unilever wurde die Idee nicht vom Unternehmen oder einer Agentur entwickelt, sondern resultiert aus Posts in den sozialen Netzwerken und bei Reddit über die Temperaturen von über 38°, die Subway-Stationen zu einem schweißtreibenden Erlebnis machen. An der OOH-Kampagne haben WPP Unite und Edelman US mitgewirkt.

