Mit Ironie gegen AI: DuckDuckGo zeigt die bisher beste Reaktion auf die umstrittenen Meta Smart Glasses.


04.08.2026

In letzter Zeit inspiriert jede neue Technologie zu einer Anti-Tech-Kampagne, die den vermeintlich segensreichen Innovationen eine analoge Alternative entgegensetzt. Die zeigt, dass man auch ohne komplexe und teure Technologien leben kann, ohne auf Lebensqualität zu verzichten.



Seit Meta Anfang Juli eine Marketing-Offensive für die 2. Generation seiner Ray-Ban Smart Glasses gestartet hat, reißt die Diskussion über eine missbräuchliche Nutzung nicht ab (https://www.linkedin.com/posts/admonitoring-group_marketing-insights-usa-die-kontroverse-um-activity-7490011316095586304-Ou7t?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAACRiUS4BYoFOFZk5iH9Av_Nxv4tO-dWPcBE). Wobei Kritiker in heimlichen Aufnahmen ahnungsloser Personen eine erhebliche Bedrohung der Persönlichkeitsrechte sehen. Zumal diese Bilder und Videos nicht selten genutzt werden, um die Betroffenen zu diffamieren. Was den Smart Glasses schon die Bezeichnung "Pervert Glasses" eingebracht hat.


DuckDuckGo geht die Kontroverse ganz pragmatisch an und bietet eine ganz einfache Lösung: Eine Sonnenbrille ohne Kamera, ohne AI, ohne Batterie, nicht vernetzt und mit der Garantie, dass keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden. Dafür gibt es als Besonderheit Gläser mit einem 360° Blickwinkel (das Video erklärt, wie sie funktionieren). In erster Linie schützt die Brille vor dem Sonnenlicht, ohne dabei Daten in die Cloud zu schicken. Nicht zu vergessen: Mit rund $ 30 sind die Anti-Surveillance Glasses auch noch wesentlich preiswerter als eine Brille von Meta.


Ein anderer Spot versichert, dass man ohne die Ablenkung durch Nachrichten auf der Brille wahrscheinlich nicht in den Verkehr läuft und von einem autonomen Auto angefahren wird. 


DuckDuckGo sieht seinen Browser als Alternative, die keine Suchverläufe speichert und Cookies blockiert, die Daten der Nutzerinnen und Nutzer sammeln. Zwar verdient auch DuckDuckGo sein Geld mit Werbung, die hat aber keinen Zugriff auf persönliche Daten. Zu dieser Philosophie der Wahrung der Privatsphäre passt die ironische Warnung vor Smart Glasses. Und dass man eine Alternative anbietet.