
Jack in the Box will in der Flut der WM-Kampagnen durch Anti-Werbung auffallen.
15.06.2026
Eine Marken-Ikone ist üblicherweise sympathisch, vermittelt eine positive Lebensphilosophie und inspiriert. Zudem ist es erfahrungsgemäß hilfreich, wenn er Humor hat und sich selber nicht allzu ernst nimmt. Natürlich muss er dabei für die Werte der Marke stehen.
Jack von der Fastfood-Kette Jack in the Box erfüllt in seinem Beitrag zum World Cup keine dieser Ansprüche. Anlässlich des 75. Geburtstags des Unternehmens schwelgt er stattdessen in Erinnerungen an seine frühere Laufbahn als Profi-Fußballer. Als er für seine Härte berüchtigt und für alle Mitspieler ein unberechenbares Risiko war. Er sammelte rote Karten wie andere Trikots sammeln und er sorgte für mehr Verletzungen als jeder andere Spieler. Er wurde in jedem seiner Spiele zum MVP (Most Violent Player) gewählt und in die Hall of Pain aufgenommen. Eines Tages hat er den Bogen überspannt und wurde lebenslang gesperrt. Also setzte er seine Energie anders ein und erfand das Hot Ones Munchie Meal.
Da McDonald's der offizielle Fastfood-Partner der FIFA ist, konnte Jack in the Box keine Logos und Symbole verwenden und den Begriff "World Cup" nicht erwähnen. Da der neue Spot zeitgleich mit den ersten Begegnungen gestartet wurde, dürften aber alle Zuschauerinnen und Zuschauer die Verbindung zur WM herstellen. Die Voice-Over dürfte dabei so manchen an die legendäre Kampagne von Dos Equis über den Most Interesting Man in the World erinnern.
