Unter Bescheidenheit leidet die Volkswagen-Tochter Scout Motors offenbar nicht.


09.06.2026

Auch wenn die Wiedergeburt der Marke Scout wenig mit dem früheren Unternehmen zu tun hat, kann zumindest der Name auf eine lange Tradition zurückblicken. Insofern ist ein Rückblick auf die Geschichte der Vereinigten Staaten zum 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung vertretbar. Ein Hybrid-Modell in eine Reihe mit revolutionären Erfindungen wie dem Flugzeug, der Elektrizität, dem Telefon oder der Raumfahrt zu stellen, ist allerdings etwas vermessen.


Obwohl Scout Motors ursprünglich als reine EV-Marke konzipiert war, kommt als erstes Modell ein Hybrid auf den Markt. Die reine Elektroversion soll erst später folgen. Das überschaubare Angebot beschränkt sich zunächst auf den SUV Traveler und den Pick-Up Terra.


Es mag Zufall sein, dass kurz nach dem Spot von Scout Motors eine Kampagne für den Rivian R2 gestartet wurde. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass der R2 ab sofort bestellt werden kann. https://www.youtube.com/watch?v=oaLuvfNnAUM


Der neue Scout setzt eine lange Tradition fort. 1980 lief in Fort Wayne, Indiana das letzte Exemplar eines Geländewagens dieses Namens vom Band, dessen Produktion zwar eingestellt, der aber nie vergessen wurde. Das Ungewöhnliche an dem Revival nach über 4 Jahrzehnten: Das Startup Scout Motors gehört der Volkswagen AG. Sitz des neuen Unternehmens ist Tysons, Virginia, das Produktionswerk entsteht gerade in Blythewood, South Carolina. Dort sollen ab 2026 elektrische SUVs und Pickup-Trucks für den US-Markt gebaut werden, die Planung sieht eine Produktion von bis zu 200.000 Einheiten pro Jahr vor. Verkaufsstart war ursprünglich für 2027 vorgesehen, könnte sich aber auch bis 2028 verzögern.