Tesla steigt in die nächste Phase der autonomen Taxen ein.


04.09.2026

Nachdem die NHTSA (National Highway Traffic Safety ‌Administration) die Zulassung für die nächste Generation ohne Fahrerplatz, Lenkrad oder Pedale erteilt hat, nahm zuerst die Amazon-Tochter Zoox den Betrieb auf (https://www.linkedin.com/posts/admonitoring-group_zoox-kann-erstmals-geb%C3%BChren-f%C3%BCr-fahrten-in-activity-7497635431270879232-fyod?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAACRiUS4BYoFOFZk5iH9Av_Nxv4tO-dWPcBE). Dann folgt Tesla und feiert seinerseits mit einer speziellen Version des Cybertrucks Premiere. Zunächst nur in Austin, Texas und auch dort beschränkt auf einige Stadtgebiete. Aber ein Anfang ist immerhin gemacht.


Aufgrund des Designs bietet das Cybercab einen weniger geräumigen Innenraum mit weniger Kopffreiheit als Zoox. Auch erinnert der Wagen immer noch an ein herkömmliches Auto, während der Konkurrent ausschließlich für den Einsatz als Taxi entwickelt wurden.


Die nächste Evolutionsstufe der autonomen Taxen ist ein entscheidender Schritt, bei dem es auch emotionale Hürden zu überwinden gilt. Die Fahrgäste müssen sich daran gewöhnen, dass sie keinerlei Kontrolle mehr haben und nicht in das Fahrgeschehen eingreifen können. Rein praktisch konnten sie das auch bei den bisherigen autonomen Taxen nicht, aber das noch vorhandene Lenkrad vermittelte zumindest unterschwellig das Gefühl, dass man notfalls könnte. Jetzt aber vertrauen sie sich einem Fahrzeug an, bei dem schon vom Konzept her klar ist, dass es machen kann, was es will. Wer schon immer ein ängstlicher Beifahrer war, wird damit sicherlich Probleme haben. Ähnlich wie bei Flugangst kann man vermuten, dass ein bestimmter Prozentsatz der potenziellen Nutzerinnen und Nutzer davon Abstand nehmen wird, sich der Technik hilflos auszuliefern. Mit dem gefühlten Risiko, dass das autonome Taxi zu einem falschen Ziel fährt, einfach stehenbleibt oder sich die Türen nicht mehr öffnen. Was bei Waymo und den anderen Anbietern auch schon vorgekommen ist.