Whoop und Christiano Ronaldo erinnern an die Risiken bei Kampagnen mit Sport-Idolen.


07.07.2026

Lindsey Vonn war in diesem Jahr das deutlichste Beispiel dafür, dass man sich bei Werbung mit prominenten Sportlern immer auf dünnem Eis bewegt. Im besten Fall sorgen sie für einen hohen Aufmerksamkeitswert und Sympathie für die Marke, im ungünstigsten Fall erleben die Unternehmen ein Marketing-Desaster. Was nicht immer mit sportlichen Erfolgen oder Niederlagen zu tun haben muss, wie das Golf-Idol Tiger Woods eindrucksvoll demonstriert hat. Oder vor etlichen Jahren bereits Lance Armstrong.


Der neueste Spot für den Fitness-Tracker von Whoop mit Markenbotschafter Christiano Ronaldo wurde wenige Tage vor der Achtelfinal-Begegnung Portugal gegen Spanien, die nach einem enttäuschenden Auftritt die WM-Karriere von Ronaldo beendet hat. Das ist natürlich keine Tragödie, auch wenn sich seine Fans sicherlich mehr versprochen haben. Die Realität steht aber auch nicht unbedingt für die Botschaft des Spots, dass man sich immer weiter entwickeln und sein Potenzial nutzen muss:


"Nobody tells you when you're young

that the ceiling you see isn't real.

The constraints you feel aren't forever

and this version of you is not final.

Your body doesn't have a limit.

 It's up to you how far you take it."


Eigentlich ein starker Spot im Stil von Nike oder Adidas, hätte der letzte WM-Auftritt von Christiano Ronaldo nicht gezeigt, dass körperliche Leistung sehr wohl Grenzen hat und dass es nicht nur an uns selber liegt, wie weit wir kommen. Was weder die Lebensleistung von Ronaldo noch die Kampagne der New Yorker Agentur Flower Shop schmälert. Sie ist nur nicht ganz so überzeugend.