
Die soziale Plattform "Operation Santa" des United States Postal Service ist schon 114 Jahre alt.
27.09.2026
Menschen eine Plattform zu bieten, auf denen sie untereinander in Kontakt kommen und sich austauschen können, ist keine Erfindung des Silicon Valleys. Lediglich die benutzten Medien haben sich im Laufe der Jahrzehnte geändert.
Die US-Post USPS ist schon vor über 100 Jahren auf die Idee gekommen, in Weihnachtszeit Kinder mit emphatischen Menschen zusammenzubringen, um Wünsche zu erfüllen. Was für manche Familien nicht möglich ist, selbst wenn es sich nur um bescheidene Wünsche handelt. Der Grundgedanke von "Operation Santa" (https://www.uspsoperationsanta.com) ist denkbar einfach. Kinder können bis zum 5. Dezember einen Brief an die offizielle Adresse von Santa Claus schicken (Santa Claus, 123 Elf Rd., North Pole, 88888) und registrierte "Adopter" können ab 16. November darauf reagieren. Mit einer Antwort oder mit der Erfüllung eines Wunschs. Dafür bietet der USPS einen bequemen Online-Service an, bei dem man aus dem Angebot von Toys"R"Us ein Geschenk auswählen und direkt an den Empfänger verschicken kann. Alternativ dazu kann man auch selber etwas kaufen oder basteln und dann verschicken. In beiden Fällen bleiben die Empfänger anonym, die Adresse wird vom USPS hinzugefügt.
Es gibt in jedem Jahr verschiede untrügliche Anzeichen dafür, dass die Weihnachtszeit näher rückt. Die traditionsreiche "Operation Santa" ist eines davon. Naturgemäß muss die Kampagne schon frühzeitig beginnen, um den Kindern genug Zeit für ihre Briefe an Santa und den Adoptern genügend Zeit für eine Antwort zu geben. In wirtschaftlich angespannten Zeiten ist die Aktion für viele Kinder ein kleiner Hoffnungsschimmer. Und ein Zeichen, dass sie nicht vergessen sind. Was mindestens ebenso wichtig ist wie der materielle Wert.